Psychotherapie bei Angst

Psychotherapie bei Angst in Göttingen

Ängste, Panik, anhaltende Sorgen oder Vermeidung können den Alltag erheblich einschränken. In meiner Privatpraxis in Göttingen unterstütze ich Erwachsene dabei, Angstreaktionen zu verstehen und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.

Ziel ist nicht, Angst vollständig zu vermeiden. Entscheidend ist, wie sicher und frei Sie trotz unangenehmer Gefühle handeln können.

Wenn Angst den Alltag einengt

Angst ist eine normale Reaktion auf Gefahr. Eine genauere Einordnung ist sinnvoll, wenn sie häufig oder sehr stark auftritt, Situationen zunehmend vermieden werden oder Sorgen kaum noch zur Ruhe kommen.

Eine fertige Diagnose müssen Sie vor dem Erstgespräch nicht haben. Wir klären gemeinsam, wie sich die Beschwerden zeigen und ob eine ambulante Psychotherapie zu Ihrer Situation passt.

Typische Beschwerden

  • anhaltende Sorgen und Gedankenkreisen
  • innere Unruhe, Wachsamkeit oder Nervosität
  • Herzklopfen, Schwindel, Atemnot oder Engegefühl
  • Angst vor Bewertung, Kritik oder Kontrollverlust
  • Vermeidung von Orten, Situationen oder Kontakten
  • zunehmende Unsicherheit im eigenen Handeln

Wie sich Angst zeigen kann

Für die Behandlung ist wichtig, wann Angst entsteht und wie Gedanken, Körperreaktionen und bisherige Bewältigungsversuche zusammenwirken.

Soziale Angst

Gespräche, Gruppen oder Konflikte werden aus Angst vor Bewertung, Ablehnung oder peinlichen Situationen gemieden.

Panik und körperliche Angst

Plötzliche starke Angst geht mit intensiven Körperreaktionen einher. Häufig entsteht zusätzlich Angst vor der nächsten Attacke.

Anhaltende Sorgen

Sorgen über Gesundheit, Arbeit, Beziehungen oder mögliche Fehler lassen sich schwer stoppen und führen zu dauerhafter Anspannung.

Vermeidung und Sicherheitsverhalten

Rückversicherung, Kontrolle oder Fluchtmöglichkeiten entlasten kurzfristig, können die Angst langfristig jedoch festigen.

Wie Verhaltenstherapie bei Angst helfen kann

Gemeinsam untersuchen wir den Angstkreislauf aus Befürchtungen, Körperreaktionen, Vermeidung und Sicherheitsverhalten. Daraus entwickeln wir konkrete Ziele und überprüfbare Veränderungsschritte.

Ein wichtiger Baustein können Expositionsübungen und Verhaltensexperimente sein. Sie werden gemeinsam vorbereitet, an Ihr Anliegen angepasst und nachvollziehbar ausgewertet. Es geht nicht darum, Sie unvorbereitet zu überfordern.

Verhaltenstherapie in meiner Praxis: Arbeitsweise und Ablauf

So kann die Behandlung aussehen

  1. Beschwerden einordnen Auslöser, Befürchtungen und Einschränkungen klären.
  2. Den Angstkreislauf verstehen Gedanken, Körperreaktionen und Vermeidung verbinden.
  3. Neue Erfahrungen ermöglichen Befürchtungen in geplanten Übungen überprüfen.
  4. Fortschritte stabilisieren Handlungsspielräume festigen und Rückfällen vorbeugen.

Woran Fortschritt erkennbar wird

Fortschritt bedeutet nicht, nie mehr Angst zu spüren. Entscheidend ist, dass Angst weniger über Ihre Entscheidungen bestimmt.

vermiedene Situationen schrittweise wieder aufnehmen
Körperreaktionen weniger bedrohlich bewerten
weniger Rückversicherung und Kontrolle benötigen
trotz Unsicherheit selbstständiger entscheiden

Diagnostische Einordnung

Angst und körperliche Anspannung können auch zusammen mit Depression und Erschöpfung oder anhaltendem Stress und psychosomatischen Beschwerden auftreten. Neue oder unklare körperliche Symptome sollten zusätzlich ärztlich abgeklärt werden.

Erstgespräch anfragen

Wenn Angst, Sorgen oder Vermeidung Ihren Alltag spürbar einschränken, können wir gemeinsam klären, ob eine ambulante Psychotherapie zu Ihrem Anliegen passt.

Ablauf und Kosten

Informationen zu Privatbehandlung, Kostenträgern und Abrechnung finden Sie unter Ablauf und Kosten.

Grenzen und Notfälle

Die Praxis bietet keine akute Notfallversorgung. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder an die nächste psychiatrische Notaufnahme.