Psychotherapie bei Depression und Erschöpfung in Göttingen

Psychotherapie bei Depression und Erschöpfung

Psychotherapie bei Depression und Erschöpfung in Göttingen

Depressive Beschwerden, Erschöpfung und anhaltendes Grübeln können den Alltag, die Arbeit, Beziehungen und das eigene Selbstwertgefühl deutlich beeinträchtigen. In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Göttingen unterstütze ich Erwachsene dabei, ihre Beschwerden einzuordnen und konkrete Veränderungsschritte zu entwickeln.

Depression und Erschöpfung sind nicht einfach fehlende Disziplin. Häufig entsteht ein Kreislauf aus Überforderung, Rückzug, Selbstkritik, Grübeln und dem Verlust von Struktur und positiven Erfahrungen.

Anfragen für Erstgespräche sind aktuell möglich.

Wenn Niedergeschlagenheit und Erschöpfung anhalten

Jeder Mensch kennt Phasen von Traurigkeit, Müdigkeit oder Überforderung. Eine genauere Einordnung ist sinnvoll, wenn die Beschwerden über längere Zeit bestehen, kaum noch Erholung möglich ist oder wichtige Lebensbereiche zunehmend eingeschränkt werden.

Depression kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Betroffene erleben vor allem Niedergeschlagenheit, andere eher innere Leere, Reizbarkeit, Erschöpfung, Rückzug oder anhaltendes Grübeln. Eine fertige Diagnose müssen Sie vor dem Erstgespräch nicht haben.

Anhaltende Erschöpfung ist nicht automatisch eine Depression. Auch körperliche Erkrankungen, Schlafprobleme, andere psychische Beschwerden oder dauerhafte Überlastung können eine Rolle spielen. Die diagnostische Einordnung erfolgt deshalb sorgfältig und bei Bedarf in Abstimmung mit behandelnden Ärzten.

Typische Beschwerden

  • Antriebslosigkeit und schnelle Erschöpfbarkeit
  • Niedergeschlagenheit, innere Leere oder Interessenverlust
  • Grübeln, Selbstzweifel oder Schuldgefühle
  • Rückzug von sozialen Kontakten und Aktivitäten
  • Schlafprobleme, innere Unruhe oder körperliche Anspannung
  • große Mühe, alltägliche Aufgaben zu bewältigen

Häufige Themen in der Behandlung

Für die Behandlung ist wichtig zu verstehen, welche Faktoren die Beschwerden ausgelöst haben und wodurch sie heute aufrechterhalten werden. Dabei geht es nicht um vorschnelle Erklärungen, sondern um ein gemeinsames, nachvollziehbares Verständnis Ihrer Situation.

Grübeln und Selbstkritik

Gedanken kreisen immer wieder um Fehler, Versäumnisse, Zukunftssorgen oder die Frage, warum es nicht besser wird. Grübeln wirkt oft lösungsorientiert, führt aber häufig zu weiterer Erschöpfung.

Rückzug und Aktivitätsverlust

Wenn Kraft und Motivation fehlen, werden Aktivitäten häufig reduziert. Kurzfristig kann das entlasten, langfristig gehen jedoch positive Erfahrungen, Struktur und Selbstwirksamkeit verloren.

Erschöpfung und Überforderung

Dauerhafte Belastung, hohe Anforderungen oder fehlende Regeneration können depressive Beschwerden verstärken. In der Therapie wird geklärt, welche Veränderungen realistisch und hilfreich sind.

Selbstwert und hohe Ansprüche

Selbstzweifel, Schuldgefühle, Perfektionismus oder das Gefühl, nicht zu genügen, können den inneren Druck erhöhen und Beschwerden zusätzlich aufrechterhalten.

Beziehungen und Konflikte

Belastende Beziehungsmuster, Konflikte, Rückzug oder Schwierigkeiten mit Abgrenzung können eine wichtige Rolle spielen. Ziel ist mehr Klarheit und Handlungsspielraum.

Alltagsstruktur und Stabilisierung

Eine tragfähige Tagesstruktur kann helfen, Überforderung zu reduzieren, Aktivität schrittweise aufzubauen und erreichbare nächste Schritte festzulegen.

Wie Verhaltenstherapie helfen kann

Wenn Antrieb fehlt, ist der Rat, einfach aktiver zu werden, meist zu grob. Entscheidend ist, Aktivität so aufzubauen, dass sie erreichbar bleibt und wieder Erfahrungen von Wirksamkeit ermöglicht.

Ebenso prüfen wir, ob Rückzug, Grübeln, hohe Ansprüche oder Selbstabwertung kurzfristig verständliche Reaktionen sind, die die depressive Entwicklung langfristig dennoch verstärken. Gedanken und Grundannahmen werden dabei nicht nur besprochen, sondern möglichst konkret im Alltag überprüft.

Die Behandlungsplanung richtet sich nach Schweregrad, bisherigem Verlauf, Begleiterkrankungen und Ihren konkreten Einschränkungen. Bei schweren depressiven Verläufen kann zusätzlich eine psychiatrische Mitbehandlung und eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Mehr zu meiner verhaltenstherapeutischen Arbeitsweise

So kann die Behandlung aussehen

  1. Beschwerden einordnen Belastungen, Verlauf und aktuelle Einschränkungen gemeinsam klären.
  2. Den Kreislauf verstehen Stimmung, Gedanken, Rückzug, Grübeln und fehlende Erholung miteinander verbinden.
  3. Aktivität gezielt aufbauen Tagesstruktur, positive Erfahrungen und erreichbare Schritte passend dosieren.
  4. Belastende Muster verändern Selbstkritik, hohe Ansprüche, Konflikte und ungünstige Bewertungen bearbeiten.
  5. Fortschritte sichern Warnzeichen erkennen, hilfreiche Strategien festigen und Rückfällen vorbeugen.

Woran Fortschritt erkennbar wird

Fortschritt bedeutet nicht, jederzeit gut gelaunt oder leistungsfähig zu sein. Entscheidend ist, ob Sie im Alltag wieder mehr Einfluss gewinnen und sich schrittweise mehr zutrauen können.

Ziele werden möglichst konkret formuliert. Im Verlauf prüfen wir gemeinsam, ob sich dadurch tatsächlich etwas in Ihrem Alltag verändert.

  • den Tagesablauf wieder verlässlicher gestalten
  • Aktivitäten trotz begrenzter Kraft besser dosieren
  • weniger Zeit im Grübeln und in Selbstvorwürfen verlieren
  • soziale Kontakte und wichtige Aufgaben wieder aufnehmen
  • eigene Bedürfnisse und Belastungsgrenzen früher erkennen
  • Warnzeichen wahrnehmen und rechtzeitig gegensteuern

Einordnung und Mitbehandlung

Körperliche Ursachen und Begleiterkrankungen werden berücksichtigt. Wenn es sinnvoll ist, empfehle ich eine ärztliche oder psychiatrische Mitbehandlung.

Ablauf und Rahmen

Informationen zu Erstgespräch, Privatbehandlung und Abrechnung finden Sie gebündelt unter Ablauf und Kosten.

Grenzen und Notfälle

Die Praxis bietet keine akute Notfallversorgung. Bei akuter Gefahr für Sie selbst oder andere wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder an die nächste psychiatrische Notaufnahme.

Erstgespräch anfragen

Wenn Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Grübeln oder Rückzug Ihren Alltag spürbar beeinträchtigen, können wir im Erstgespräch klären, ob eine ambulante Psychotherapie zu Ihrem Anliegen passt. Für die erste Anfrage reichen Ihr Versicherungsstatus und eine Möglichkeit, Sie zu erreichen.