Verhaltenstherapie in Göttingen

Meine Arbeitsweise

Verhaltenstherapie in Göttingen

Verhaltenstherapie beginnt nicht mit einer fertigen Technik. Zunächst klären wir, was Sie im Alltag konkret belastet, wie die Beschwerden entstanden sind und wodurch sie trotz eigener Bemühungen bestehen bleiben.

Daraus entwickeln wir nachvollziehbare Therapieziele und Schritte, deren Wirkung sich nicht nur im Gespräch, sondern in Ihrem Alltag überprüfen lässt.

Anfragen für Erstgespräche sind aktuell möglich.

Was Verhaltenstherapie praktisch bedeutet

Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten beeinflussen sich gegenseitig. Ebenso wichtig sind Beziehungen, frühere Erfahrungen und die Lebensbedingungen, unter denen Beschwerden entstanden sind.

Wir betrachten deshalb nicht nur einzelne Symptome. Gemeinsam erarbeiten wir ein verständliches Modell dafür, warum ein Problem in bestimmten Situationen auftritt und welche Reaktionen es unbeabsichtigt stabilisieren.

Ein einfaches Beispiel

Wer aus Angst eine Situation vermeidet, erlebt zunächst Erleichterung. Langfristig fehlt jedoch die Erfahrung, dass die Situation bewältigt werden kann. Die kurzfristig hilfreiche Reaktion trägt so dazu bei, dass die Angst bestehen bleibt.

Bei anderen Beschwerden können Rückzug, Grübeln, Überarbeitung, Selbstkritik oder ständige Kontrolle eine ähnliche Funktion haben. Welche Zusammenhänge tatsächlich relevant sind, wird nicht unterstellt, sondern gemeinsam geprüft.

Der therapeutische Prozess

Die einzelnen Schritte überschneiden sich. Dennoch soll für Sie jederzeit erkennbar bleiben, woran wir arbeiten und warum.

01

Anliegen klären

Wir erfassen die aktuelle Belastung, wichtige Hintergründe und die Situationen, in denen die Beschwerden besonders deutlich werden.

02

Zusammenhänge verstehen

Auslöser und aufrechterhaltende Bedingungen werden so geordnet, dass daraus ein nachvollziehbares Erklärungsmodell entsteht.

03

Ziele festlegen

Ziele werden konkret formuliert. Nicht nur „weniger Angst“, sondern beispielsweise wieder allein Bus fahren oder in einer Besprechung das Wort ergreifen.

04

Neues erproben

Neue Sichtweisen und Verhaltensweisen werden vorbereitet und zwischen den Sitzungen unter realen Alltagsbedingungen erprobt.

05

Wirkung überprüfen

Wir prüfen regelmäßig, was sich verändert hat, wo Hindernisse bestehen und ob das Vorgehen angepasst werden muss.

06

Veränderung sichern

Gegen Ende geht es darum, hilfreiche Entwicklungen zu stabilisieren und mit möglichen Rückschritten eigenständig umzugehen.

Ich arbeite strukturiert, aber nicht nach einem starren Schema. Eine Methode ist nicht deshalb sinnvoll, weil sie zur Diagnose passt, sondern wenn sie sich aus Ihrem konkreten Problem ableiten lässt und eine überprüfbare Veränderung ermöglicht.

Was zwischen den Sitzungen geschieht

Psychotherapie wirkt nicht nur während der 50 Minuten in der Praxis. Je nach Anliegen können Beobachtungsaufgaben, Verhaltensübungen, schriftliche Reflexionen oder konkrete Veränderungen im Alltag vereinbart werden.

Solche Aufgaben sind kein Leistungstest. Sie liefern Informationen darüber, was funktioniert, was zu schwierig war und welche Hürden bislang unterschätzt wurden.

Transparenz und gemeinsame Entscheidungen

Ich erläutere, wie ich Ihre Beschwerden fachlich einordne und warum ich ein bestimmtes Vorgehen vorschlage. Sie sollen Einwände, Unsicherheit oder abweichende Erfahrungen offen ansprechen können.

Die therapeutische Verantwortung liegt bei mir. Tragfähig wird die Behandlung aber nur, wenn Ziele und Schritte für Sie nachvollziehbar sind und gemeinsam entschieden werden.

Erstgespräch anfragen

Im Erstgespräch klären wir, was Sie belastet, welche Unterstützung Sie suchen und ob eine ambulante Verhaltenstherapie in meiner Praxis fachlich passend ist.

Ihr Anliegen müssen Sie in der ersten Nachricht nicht ausführlich schildern.

Kurze Kontaktaufnahme

Nennen Sie bitte Ihren Versicherungsstatus und wie ich Sie am besten erreichen kann.

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