Psychotherapie bei ADHS im Erwachsenenalter in Göttingen

ADHS im Erwachsenenalter

Psychotherapie bei ADHS im Erwachsenenalter in Göttingen

ADHS im Erwachsenenalter kann sich durch Konzentrationsprobleme, Aufschieben, innere Unruhe, Schwierigkeiten mit Struktur, Emotionsregulation oder Selbstorganisation zeigen. In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Göttingen unterstütze ich Erwachsene dabei, ADHS-bedingte Belastungen besser zu verstehen und alltagsnahe Strategien zu entwickeln.

Viele Erwachsene mit ADHS wissen grundsätzlich, was hilfreich wäre, haben aber Schwierigkeiten, dieses Wissen im Alltag zuverlässig umzusetzen. Psychotherapie kann helfen, konkrete Schritte für mehr Struktur, Selbststeuerung und Entlastung aufzubauen.

Anfragen für Erstgespräche sind aktuell möglich.

Wenn ADHS den Alltag erschwert

ADHS endet nicht automatisch mit dem Erwachsenenalter. Viele Betroffene erleben Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Organisation, Zeitplanung, Impulsivität oder innerer Unruhe. Daraus können zusätzliche Belastungen im Beruf, im Studium, in Beziehungen oder im Umgang mit sich selbst entstehen.

In der Therapie geht es nicht um eine perfekte Organisation, sondern um Lösungen, die unter den eigenen Alltagsbedingungen tatsächlich funktionieren.

Typische Beschwerden und Belastungen

  • Konzentrationsprobleme und leichte Ablenkbarkeit
  • Aufschieben, Verzetteln oder Schwierigkeiten beim Abschluss
  • innere Unruhe, Anspannung oder Reizbarkeit
  • Probleme mit Struktur, Planung und Selbstorganisation
  • starke Selbstkritik oder Versagensgefühle
  • Schwierigkeiten mit Emotionsregulation und Impulsivität
  • Überforderung in Alltag, Beruf, Studium oder Beziehungen

Häufige Themen in der Behandlung

ADHS betrifft nicht nur Aufmerksamkeit. Entscheidend ist, wie sich die Schwierigkeiten auf Alltag, Selbstbild, Beziehungen und den Umgang mit Anforderungen auswirken.

Struktur und Selbstorganisation

Aufgaben beginnen, priorisieren und zuverlässig umsetzen. Hilfreich können überschaubare Schritte, realistische Zeitplanung und passende äußere Organisationshilfen sein.

Aufschieben und Verzetteln

Gemeinsam wird untersucht, was Aufgabenbeginn und Durchhalten erschwert und wie sich Prioritäten, Ablenkungen und Belohnungen günstiger gestalten lassen.

Innere Unruhe und Anspannung

Anspannung früher wahrnehmen, zwischen Aktivierung und Erholung gezielter wechseln und passende Regulationsmöglichkeiten entwickeln.

Emotionsregulation und Impulsivität

Strategien für intensive Gefühle, spontane Reaktionen und wiederkehrende Konflikte aufbauen.

Selbstwert und Selbstkritik

Langjährige Erfahrungen von Misserfolg, Scham oder Selbstabwertung einordnen und einen konstruktiveren Umgang mit Rückschlägen entwickeln.

Begleitende Beschwerden

Depressionen, Ängste, Erschöpfung, Schlafprobleme oder Stress können zusätzlich bestehen und werden in der Behandlung mitberücksichtigt.

Wie Verhaltenstherapie bei ADHS helfen kann

Eine verhaltenstherapeutische Behandlung bei ADHS ist mehr als allgemeines Zeitmanagement. Sie setzt dort an, wo Aufmerksamkeit, Aufgabensteuerung, Impulsivität, Emotionsregulation oder belastende Erfahrungen mit sich selbst den Alltag konkret beeinträchtigen.

Eine Strategie ist nur dann nützlich, wenn sie unter Ihren tatsächlichen Alltagsbedingungen funktioniert. Deshalb prüfen wir nicht nur, was theoretisch hilfreich wäre, sondern welche Hürden die Umsetzung bislang verhindert haben. Neue Strategien werden im Alltag erprobt, gemeinsam ausgewertet und bei Bedarf angepasst.

Mehr zu meiner verhaltenstherapeutischen Arbeitsweise

So kann die Behandlung aussehen

  1. Verstehen und einordnen Wiederkehrende Schwierigkeiten, Anforderungen und Begleitbeschwerden gemeinsam klären.
  2. Hürden konkret erfassen Auslöser für Aufschieben, Ablenkung, Überforderung oder impulsives Handeln untersuchen.
  3. Passende Strategien entwickeln Aufgaben strukturieren, Zeit realistischer planen und äußere Hilfen sinnvoll einsetzen.
  4. Im Alltag erproben Aufgabenbeginn, Durchhalten, Emotionsregulation und den Umgang mit Ablenkungen praktisch verändern.
  5. Nachjustieren und stabilisieren Rückschläge auswerten, hilfreiche Routinen sichern und Selbstabwertung reduzieren.

Diagnostik, Medikamente und Fortschritt

Für die Behandlungsplanung werden ADHS-bezogene Beschwerden sorgfältig eingeordnet und mögliche weitere Einflussfaktoren berücksichtigt.

Diagnostik und Einordnung

Konzentrationsprobleme, Aufschieben oder innere Unruhe können auch bei Depressionen, Ängsten, Schlafproblemen oder anhaltender Überlastung auftreten. Deshalb werden aktuelle Symptome, die Entwicklung seit Kindheit und Jugend, verschiedene Lebensbereiche und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt.

Eine reine testpsychologische ADHS-Diagnostik ohne psychotherapeutischen Behandlungsauftrag steht nicht im Vordergrund meiner Praxis.

Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung erfolgt in meiner Praxis nicht. Psychotherapie und medikamentöse Behandlung können je nach Ausgangslage eigenständige oder einander ergänzende Bausteine sein.

Wenn eine medikamentöse Abklärung oder Behandlung sinnvoll erscheint, ist dafür eine fachärztliche Mitbehandlung erforderlich.

Woran Fortschritt erkennbar wird

Fortschritt zeigt sich nicht erst, wenn jeder Tag reibungslos organisiert ist. Erste Veränderungen können darin bestehen, Aufgaben verlässlicher zu beginnen, realistischere Pläne zu erstellen und nach Unterbrechungen leichter wieder einzusteigen.

Auch ein weniger selbstkritischer Umgang mit Rückschlägen, mehr Klarheit über eigene Belastungsgrenzen und ein besserer Umgang mit starken Gefühlen können wichtige Therapieerfolge sein.

Erstgespräch anfragen

Wenn ADHS oder ADHS-ähnliche Schwierigkeiten Ihren Alltag spürbar beeinträchtigen, können wir im Erstgespräch klären, ob eine psychotherapeutische Behandlung zu Ihrem Anliegen passt. Eine gesicherte ADHS-Diagnose müssen Sie dafür noch nicht mitbringen.

Ablauf und Kosten

Informationen zu Privatbehandlung, Kostenträgern und Abrechnung finden Sie unter Ablauf und Kosten.

Grenzen und Notfälle

Die Praxis bietet keine akute Notfallversorgung. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder an die nächste psychiatrische Notaufnahme.