Psychotherapie bei Lebenskrisen

Psychotherapie bei Lebenskrisen in Göttingen

Trennungen, Verluste, Erkrankungen oder berufliche Veränderungen können vertraute Sicherheiten erschüttern. Manchmal reichen die bisherigen Möglichkeiten zur Bewältigung vorübergehend nicht mehr aus.

Psychotherapie kann dabei unterstützen, das Erlebte einzuordnen, wieder Halt im Alltag zu finden und anstehende Entscheidungen vorzubereiten. Eine schwierige Lebensphase wird dabei nicht vorschnell als Krankheit eingeordnet.

Wenn eine Belastung nicht abklingt

Trauer, Sorgen und Anspannung sind zunächst verständliche Reaktionen auf belastende Veränderungen. Unterstützung kann sinnvoll werden, wenn Beschwerden anhalten oder Arbeit, Beziehungen, Schlaf und Selbstfürsorge deutlich beeinträchtigen.

Eine Diagnose müssen Sie vor dem Erstgespräch nicht haben.

Typische Beschwerden

  • anhaltendes Grübeln und gedankliches Kreisen
  • Niedergeschlagenheit, Ängste oder innere Unruhe
  • Schlafprobleme und körperliche Anspannung
  • Rückzug oder Verlust der Tagesstruktur
  • Überforderung mit Entscheidungen und Anforderungen
  • fehlende Orientierung oder Zukunftsperspektive

Belastende Veränderungen haben viele Formen

Entscheidend ist nicht nur, was geschehen ist, sondern welche Folgen die Situation für Ihren Alltag und Ihre Bewältigungsmöglichkeiten hat.

Trennung und Beziehungskonflikte

Der Verlust einer Partnerschaft oder anhaltende Konflikte können Sicherheit, Selbstwert und Zukunftsvorstellungen erschüttern.

Verlust, Trauer und Erkrankung

Abschied oder gesundheitliche Veränderungen können Rollen, Pläne und das bisherige Gefühl von Sicherheit verändern.

Berufliche Krisen

Überforderung, Konflikte, Arbeitsplatzverlust oder Neuorientierung können Grübeln, Versagensängste und Rückzug verstärken.

Übergänge und Mehrfachbelastung

Umzug, Elternschaft, Ruhestand oder mehrere gleichzeitige Anforderungen können bisherige Bewältigungsstrategien überfordern.

Wie Verhaltenstherapie in einer Lebenskrise helfen kann

Eine Behandlung macht das Geschehene nicht ungeschehen. Sie kann aber helfen, veränderbare und nicht veränderbare Anteile zu unterscheiden und den Alltag wieder verlässlicher zu gestalten.

Wir besprechen, was Sie gedanklich bindet, welche Aufgaben Sie überfordern und worauf Sie sich stützen können. Je nach Situation arbeiten wir an Tagesstruktur, Abgrenzung, Entscheidungen oder dem Einbeziehen unterstützender Menschen.

Mehr zu meiner Arbeitsweise

So kann die Behandlung aussehen

  1. Situation einordnen Belastungen, Folgen und vorhandene Möglichkeiten klären.
  2. Stabilität aufbauen Tagesstruktur, Erholung und Unterstützung verlässlicher nutzen.
  3. Belastende Muster verändern Grübeln, Rückzug und Selbstvorwürfe gezielt bearbeiten.
  4. Neue Orientierung festigen Entscheidungen vorbereiten und hilfreiche Schritte umsetzen.

Woran Fortschritt erkennbar wird

Mehr Stabilität kann auch dann entstehen, wenn sich die äußere Situation noch nicht verändert hat. Im Mittelpunkt steht, wie Sie Ihren Alltag bewältigen und wieder Orientierung finden.

den Alltag wieder verlässlicher strukturieren
weniger Zeit mit Grübeln und Selbstvorwürfen verbringen
Entscheidungen klarer und realistischer vorbereiten
eigene Grenzen und Unterstützung früher wahrnehmen

Nicht jede Krise ist eine Erkrankung

Eine Anpassungsstörung ist nur eine mögliche diagnostische Einordnung. Ähnliche Beschwerden können auch im Zusammenhang mit Depression und Erschöpfung, Ängsten oder anhaltendem Stress auftreten. Im Erstgespräch klären wir, ob Psychotherapie oder eine andere Form der Unterstützung besser passt.

Erstgespräch anfragen

Sie können ein Erstgespräch anfragen, wenn Sie nach einer belastenden Veränderung Unterstützung suchen. Wir besprechen Ihre Situation und welche Form der Hilfe für Sie sinnvoll sein könnte.

Ablauf und Kosten

Informationen zu Privatbehandlung, Kostenträgern und Abrechnung finden Sie unter Ablauf und Kosten.

Grenzen und Notfälle

Die Praxis bietet keine akute Notfallversorgung. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder an die nächste psychiatrische Notaufnahme.